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Evangelische Baptisten Gemeinde Gifhorn (EBG)

I. Koppelweg 69, 38518 Gifhorn

Gott loben, von ihm erzählen, Menschen helfen – die Bibel als einzige Richtschnur.

Aufnahme vom 12. April 2026

Letzte Predigt

Gottesdienst der EBG Gifhorn | 12.04.2026 um 17 Uhr

Sonntag, 12. April 2026
Offenbarung 5,13
Kernaussage

Die Predigt ruft dazu auf, barmherzig wie der Samariter zu sein und sich die Frage zu stellen: Wem gegenüber erweise ich mich als Nächster? Anstatt zu fragen 'Wer ist mein Nächster?', sollen wir aktiv Barmherzigkeit an Menschen üben, die in Not sind, unabhängig von ihrer Herkunft oder ob sie selbst schuld an ihrer Lage sind.

Dieser Gottesdienst der EBG Gifhorn beginnt mit Lobpreis und gemeinsamen Liedern, gefolgt von einer Predigt über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus Lukas 10. Alex erläutert, wie Jesus einem Gesetzeslehrer zeigt, dass wahre Nächstenliebe nicht durch ethnische oder religiöse Zugehörigkeit definiert wird, sondern durch barmherziges Handeln. Der Priester und Levit gingen am Verletzten vorbei, während der verachtete Samariter Erbarmen zeigte, medizinische Hilfe leistete und für die Versorgung des Verwundeten bezahlte. Die zentrale Frage verschiebt sich von "Wer ist mein Nächster?" zu "Wem erweise ich mich als Nächster?" Nach der Predigt teilt die Gemeinde persönliche Zeugnisse. Uli erzählt von seiner Bekehrung 2004, ausgelöst durch die Krebserkrankung seiner Mutter, und wie beide letztendlich gerettet wurden. Angelina berichtet von einer hartnäckigen Magenerkrankung und Fehlgeburt, durch die Gott sie näher zu sich zog und gleichzeitig heilte. Der Gottesdienst schließt mit Gebetsanliegen für Flüchtlinge, Arbeitskollegen in Depression und die Gemeinde, gefolgt von Musikstücken zur Meditation über Gottes Kraft und Heilung.
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Dieser Gottesdienst der EBG Gifhorn beginnt mit Lobpreis und gemeinsamen Liedern, gefolgt von einer Predigt über das Gleichnis vom barmherzigen Samariter aus Lukas 10. Alex erläutert, wie Jesus einem Gesetzeslehrer zeigt, dass wahre Nächstenliebe nicht durch ethnische oder religiöse Zugehörigkeit definiert wird, sondern durch barmherziges Handeln. Der Priester und Levit gingen am Verletzten vorbei, während der verachtete Samariter Erbarmen zeigte, medizinische Hilfe leistete und für die Versorgung des Verwundeten bezahlte. Die zentrale Frage verschiebt sich von "Wer ist mein Nächster?" zu "Wem erweise ich mich als Nächster?" Nach der Predigt teilt die Gemeinde persönliche Zeugnisse. Uli erzählt von seiner Bekehrung 2004, ausgelöst durch die Krebserkrankung seiner Mutter, und wie beide letztendlich gerettet wurden. Angelina berichtet von einer hartnäckigen Magenerkrankung und Fehlgeburt, durch die Gott sie näher zu sich zog und gleichzeitig heilte. Der Gottesdienst schließt mit Gebetsanliegen für Flüchtlinge, Arbeitskollegen in Depression und die Gemeinde, gefolgt von Musikstücken zur Meditation über Gottes Kraft und Heilung.

Hauptthemen (4)

1. Das Gleichnis vom barmherzigen Samariter

  • Ein Gesetzeslehrer fragt Jesus nach dem ewigen Leben und versucht ihn zu versuchen
  • Jesus antwortet mit einer Gegenfrage: 'Was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du?'
  • Das 'Wie liest du?' enthüllt die Motivation und Herzenshaltung, nicht nur theologisches Wissen
  • Ein Jude wird auf dem Weg von Jerusalem nach Jericho von Räubern überfallen und halbtot liegen gelassen
  • Priester und Levit - religiöse Führer - gehen vorüber und wechseln sogar die Straßenseite
  • Ein Samariter - von Juden verachtet - hat Erbarmen und versorgt den Verletzten umfassend
  • Der Samariter investiert Zeit, Geld und persönliche Fürsorge für den verletzten Juden

2. Die Bedeutung von Erbarmen und Barmherzigkeit

  • Erbarmen umfasst Barmherzigkeit, Milde, Gutmütigkeit, Sanftmut, Anteilnahme, Mitempfinden, Mitgefühl, Menschlichkeit und Güte
  • Der Samariter hatte kein Herz aus Stein, sondern echtes Mitleid
  • Er desinfizierte die Wunden mit Wein und verschloss sie mit Öl
  • Er blieb die Nacht über beim Verletzten und bezahlte für seine weitere Pflege
  • Seine Barmherzigkeit kostete ihn Zeit, Mühe und Geld (zwei Dinare - mehrere hundert Euro heute)

3. Die Frage nach dem Nächsten

  • Der Schriftgelehrte fragte: 'Wer ist mein Nächster?'
  • Jesus dreht die Frage um: 'Wem gegenüber erweist du dich als Nächster?'
  • Nicht die Definition des Nächsten ist entscheidend, sondern unser aktives Handeln
  • Jeder Mensch in Not ist unser Nächster, dem wir Barmherzigkeit erweisen sollen
  • Die religiösen Führer versagten praktisch, obwohl sie theoretisch alles wussten

4. Praktische Barmherzigkeit im Alltag

  • Augen offen halten für Menschen in Not und Leid
  • Sich in die Lage anderer hineinversetzen - mit uns selbst haben wir mehr Mitleid
  • Die Sünde hassen, aber nicht den Sünder - Gott liebt den Sünder
  • Fehler anderer zudecken statt breit zu treten
  • Menschen nicht verurteilen oder bloßstellen, sondern schützen
  • Interesse an Mitmenschen zeigen - nicht aus Neugierde, sondern aus Liebe
  • Menschen auf Augenhöhe begegnen, nicht von oben herab
  • Auf Menschen zugehen, die Verlust und Leid erlebt haben
  • Menschen mit den Augen Gottes sehen

Biblische Grundlagen

Direkt zitiert

Offenbarung 5,13

Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf Erden und unter der Erde ist, und was auf dem Meer ist und alles, was in ihnen ist, höre ich sagen. Dem, der auf dem Thron sitzt und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.

Lukas 10,25-37

Und siehe, ein Gesetzeslehrer trat auf und versuchte ihn, also Jesus, und sprach, Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu erben? Und er sprach zu ihm, was steht im Gesetz geschrieben? Wie liest du? Er beantwortete und sprach du sollst den Herrn deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft und mit deinem ganzen Denken und deinen Nächsten wie dich selbst. Er sprach zu ihm, du hast recht geantwortet, tue dies, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus, und wer ist mein Nächster? Da erwiderte Jesus und sprach, es ging ein Mensch von Jerusalem nach Jericho hinab und fiel unter die Räuber. Die zogen ihn aus und schlugen ihn und liefen davon und ließen ihn halbtot liegen, so wie er war. Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog und als er ihn sah, ging er auf der anderen Seite vorüber. Ebenso kam auch ein Levit, der in der Gegend war, sah ihn und ging auf der anderen Seite vorüber. Ein Samariter aber kam auf seine Reise in seine Nähe, und als er ihn sah, hatte er Erbarmen. Und er ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und goss Öl und Wein darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier und führte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. Und am anderen Tag, als er fortzog, gab er dem Wirt zwei Dinare und sprach zu ihm, Verpflege ihn, und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich wiederkomme. Welcher von diesen dreien ist deiner Meinung nach nun der Nächste dessen gewesen, der unter die Räuber gefallen ist? Er sprach, der, welcher die Barmherzigkeit an ihm geübt hat. Da sprach Jesus zu ihm, so geh du hin und handle ebenso.

Weitere Referenzen

  • Jakobusbrief (im Hauskreis behandelt - über Anfechtungen und Leid)

Praktische Anwendung (5)

  • 1 Augen für Leidende offen halten: Aktiv nach Menschen Ausschau halten, die in Not sind - sei es Glaubensgeschwister, Familienmitglieder, Arbeitskollegen oder Nachbarn. Nicht wegschauen wie Priester und Levit, sondern hinschauen und handeln.
  • 2 Sich in andere hineinversetzen: Versuchen, die Situation aus der Perspektive des anderen zu sehen. Mit uns selbst sind wir nachsichtig - die gleiche Barmherzigkeit sollen wir anderen erweisen, auch wenn sie selbst schuld an ihrer Lage sind.
  • 3 Sünde hassen, aber Sünder lieben: Wenn jemand in Sünde gefallen ist, die Sünde beim Namen nennen, aber die Person nicht verurteilen oder bloßstellen. Stattdessen versuchen, die Person aufzurichten und für sie zu beten.
  • 4 Echtes Interesse zeigen: Nicht aus Neugierde, sondern aus Liebe Interesse an Mitmenschen haben. Zuhören, nach ihrem Ergehen fragen und ihnen auf Augenhöhe begegnen - nicht von oben herab.
  • 5 Menschen mit Gottes Augen sehen: Sich immer wieder vor Augen führen, wie Gott diese Menschen sieht und ihnen Barmherzigkeit erweist. Dies wird unseren Umgang mit Mitmenschen grundlegend verändern und uns barmherziger machen.